Daily History
Entdeckungsreisen

Erstbesteigung des Mount Everest

Mount Everest, Nepal

Erstbesteigung des Mount Everest — Mount Everest, Nepal
Bild: Jamling Tenzing Norgay · CC BY-SA 3.0

Am 29. Mai 1953 steht Edmund Hillary, ein 33-jähriger Neuseeländer, und Tenzing Norgay, ein 39-jähriger Sherpa, am Fuß des Mount Everest. Sie sind Teil einer britischen Expedition, die seit Monaten auf den richtigen Moment wartet, um den höchsten Berg der Welt zu erklimmen. Die beiden Männer haben sich in den letzten Wochen kennengelernt und eine enge Freundschaft entwickelt. Hillary, ein ehemaliger Lehrer, ist ein erfahrener Bergsteiger, der bereits mehrere Expeditionen in den Himalaja unternommen hat. Tenzing Norgay hingegen ist ein erfahrener Sherpa, der den Berg bereits mehrmals erkundet hat.

Die Expedition, die von John Hunt geleitet wird, besteht aus insgesamt 350 Menschen, darunter 20 Bergsteiger, 30 Sherpas und 300 Träger. Sie haben tonnenweise Ausrüstung und Verpflegung mitgebracht, um den langen und gefährlichen Aufstieg zu meistern. Die Kosten für die Expedition belaufen sich auf etwa 100.000 Pfund, ein Vermögen, das von der britischen Regierung und verschiedenen Sponsoren bereitgestellt wurde.

Als die Expedition schließlich am 29. Mai losbricht, sind die Bedingungen ideal. Der Himmel ist klar, und die Temperatur ist mild. Hillary und Tenzing Norgay machen sich auf den Weg, begleitet von zwei Trägern, die ihre Ausrüstung transportieren. Sie klettern stundenlang, bis sie schließlich die Südschulter des Berges erreichen. Von dort aus geht es steil bergauf, und die beiden Männer müssen alle ihre Kraft und Erfahrung einsetzen, um den Gipfel zu erreichen.

Erstbesteigung des Mount Everest — Mount Everest, Nepal
Bild: Moving Mountains Trust · CC BY 2.0

Um 11:30 Uhr erreichen Hillary und Tenzing Norgay schließlich den Gipfel des Mount Everest. Sie umarmen sich, und Tenzing Norgay ruft aus: 'Chomolungma, wir haben es geschafft!' - Chomolungma ist der tibetische Name für den Berg. Die beiden Männer verbringen etwa 15 Minuten auf dem Gipfel, nehmen Fotos und genießen den atemberaubenden Blick.

Die Nachricht von der erfolgreichen Expedition verbreitet sich wie ein Lauffeuer, und Hillary und Tenzing Norgay werden über Nacht zu Helden. Sie werden von der britischen Königin Elisabeth II. geehrt und mit dem George Medal ausgezeichnet. Die Expedition hat jedoch auch einen hohen Preis gefordert: Zwei Teilnehmer sind ums Leben gekommen, und mehrere andere wurden verletzt.

Erstbesteigung des Mount Everest — Mount Everest, Nepal
Bild: Photo by Pavel Novak · CC BY-SA 2.5

Tenzing Norgay wird nach der Expedition zu einem berühmten Mann in Nepal und Indien. Er wird zum Direktor des Himalayan Mountaineering Institute ernannt und widmet sein Leben der Förderung des Bergsteigens und der Erhaltung der Umwelt. Hillary hingegen kehrt nach Neuseeland zurück und wird ein erfolgreicher Autor und Abenteurer. Er schreibt mehrere Bücher über seine Erfahrungen und wird zum Knight Bachelor ernannt.

Die Erstbesteigung des Mount Everest durch Hillary und Tenzing Norgay hat die Welt verändert. Sie hat gezeigt, dass es möglich ist, den höchsten Berg der Welt zu erklimmen, und hat Inspirationen für Generationen von Bergsteigern und Abenteurern geliefert. Und doch, als Hillary und Tenzing Norgay am 29. Mai 1953 den Gipfel des Mount Everest erreichten, dachten sie nicht an die Geschichte oder die Nachwelt. Sie dachten nur an den nächsten Schritt, an die nächste Kletterstufe, an das Erreichen des Gipfels.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/1953 British Mount Everest expedition

Krieg & Konflikt

Arabisch-Israelischer Krieg 1948

Tel Aviv, Israel

Arabisch-Israelischer Krieg 1948 — Tel Aviv, Israel
Bild: Benno Rothenberg · CC BY 4.0

Am 29. Mai 1948, als die fünf arabischen Nationen Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien und Irak den neu gegründeten Staat Israel angriffen, war dies nicht nur der Beginn des Arabisch-Israelischen Krieges, sondern auch das Ergebnis jahrelanger politischer und sozialer Spannungen in der Region. Die Gründung des Staates Israel am 14. Mai 1948 durch David Ben-Gurion, den Vorsitzenden der Jewish Agency, war ein Schritt, der die jüdische Bevölkerung in Palästina nach Jahrhunderten der Verfolgung und des Exils endlich ein Zuhause geben sollte. Doch die arabische Bevölkerung in Palästina, die seit Jahrhunderten in dem Gebiet lebte, sah die Gründung Israels als Bedrohung ihrer Existenz und ihrer Rechte an.

Die arabische Liga, ein Zusammenschluss der arabischen Staaten, hatte bereits im November 1947 den Beschluss gefasst, gegen die Gründung eines jüdischen Staates in Palästina vorzugehen. Als am 14. Mai 1948 der Staat Israel ausgerufen wurde, begannen die arabischen Armeen, die Grenzen Israels anzugreifen. Die israelische Armee, die noch in den Anfängen steckte, musste sich gegen die gut ausgebildeten und bewaffneten arabischen Armeen durchsetzen. Die Kämpfe waren heftig und beide Seiten erlitten schwere Verluste.

Insgesamt starben während des Krieges etwa 6.000 israelische Soldaten und Zivilisten, während auf arabischer Seite etwa 15.000 Menschen getötet wurden. Der Krieg endete im Januar 1949 mit dem Abschluss von Waffenstillstandsabkommen zwischen Israel und den arabischen Staaten. Diese Abkommen legten die Grenzen Israels fest und schufen eine vorläufige Lösung für den Konflikt. Doch der Konflikt zwischen Israel und den arabischen Staaten war damit noch nicht gelöst. Die arabischen Staaten weigerten sich, Israel als legitimen Staat anzuerkennen, und die Palästinenser, die während des Krieges ihre Heimat verlassen mussten, konnten nicht in ihre Häuser zurückkehren.

Arabisch-Israelischer Krieg 1948 — Tel Aviv, Israel
Bild: David Eldan/GPO · Public domain

Die Gründung des Staates Israel und der darauf folgende Krieg hatten auch eine große Auswirkung auf die internationale Politik. Die Vereinigten Staaten und die Sowjetunion, die beiden Supermächte der Zeit, unterstützten unterschiedliche Seiten im Konflikt. Die USA unterstützten Israel, während die Sowjetunion die arabischen Staaten unterstützte. Dies führte zu einer weiteren Verschärfung des Kalten Krieges und hatte langfristige Auswirkungen auf die internationale Politik.

Heute, über 70 Jahre nach dem Arabisch-Israelischen Krieg, ist der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern immer noch nicht gelöst. Die Frage, wie die Rechte der Palästinenser geschützt und ihre Heimat wiederhergestellt werden kann, ist immer noch ein zentrales Thema in der internationalen Politik. Die Geschichte des Arabisch-Israelischen Krieges zeigt, dass die Lösung des Konflikts nur durch Verhandlungen und Kompromisse zwischen den beteiligten Parteien erreicht werden kann. Doch bis heute ist ein Frieden, der die Rechte aller Beteiligten berücksichtigt, nicht in Sicht.

Arabisch-Israelischer Krieg 1948 — Tel Aviv, Israel
Bild: https://www.flickr.com/people/69061470@N05 · CC BY-SA 3.0

Der israelische Schriftsteller und Friedensaktivist Amos Oz sagte einmal: 'Die einzige Lösung für den Konflikt ist die Gründung eines palästinensischen Staates neben dem Staat Israel.' Doch diese Lösung ist immer noch nicht realisiert, und der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern bleibt eines der größten Probleme der internationalen Politik.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/1948 Arab–Israeli War

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