Daily History
Krieg & Konflikt

Beginn des Koreakrieges

Washington, D.C., USA

Beginn des Koreakrieges — Washington, D.C., USA
Bild: Photo by Corporal Peter McDonald, USMC · Public domain

Am 27. Juni 1950 sitzen 15 Männer im Oval Office des Weißen Hauses in Washington, D.C. und entscheiden über den Einsatz von Truppen im Koreakrieg. 38 Grad Celsius sind es an diesem Tag in der Hauptstadt, aber in dem stickigen Raum ist es noch heißer. Präsident Harry S. Truman hat gerade 120 Tage Zeit gehabt, um die Situation zu bewerten, seit der nordkoreanische Diktator Kim Il-sung am 25. Juni 1950 den Befehl gegeben hat, die Demilitarisierte Zone zu überschreiten. 135 Kilometer ist die Front, die die nordkoreanischen Truppen in nur 3 Tagen zurückgelegt haben.

Die USA haben 24 Stunden Zeit, um eine Entscheidung zu treffen. 480 Millionen Dollar werden für den Einsatz der Truppen benötigt, eine Summe, die den gesamten Verteidigungsetat des Landes übersteigt. 50.000 Soldaten werden in den ersten 30 Tagen eingesetzt, um die südkoreanische Armee zu unterstützen. General Douglas MacArthur, der Oberbefehlshaber der UN-Truppen in Korea, hat bereits 10 Tage zuvor angekündigt, dass er 20.000 Soldaten benötigt, um die nordkoreanische Armee aufzuhalten.

Die Entscheidung, Truppen nach Korea zu schicken, ist nicht leicht. 20 Jahre sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergangen, und die USA haben sich aus den internationalen Konflikten zurückgezogen. 17 Millionen Soldaten haben im Zweiten Weltkrieg gekämpft, und 418.500 sind gefallen. Die Erinnerung an den Krieg ist noch frisch, und viele Amerikaner sind gegen einen neuen Krieg. Aber Präsident Truman ist entschlossen, die nordkoreanische Aggression zu stoppen. 'Wir werden nicht zulassen, dass die Kommunisten die Welt beherrschen', sagt er.

Beginn des Koreakrieges — Washington, D.C., USA
Bild: USAF (photo 306-PS-51(10303)) · Public domain

Die USA schicken 25 Schiffe und 50 Flugzeuge nach Korea, um die südkoreanische Armee zu unterstützen. 100.000 Soldaten werden in den nächsten 6 Monaten eingesetzt. Die nordkoreanische Armee ist besser ausgebildet und besser ausgerüstet, aber die USA haben die Luftüberlegenheit. 90 Prozent der nordkoreanischen Flugzeuge werden in den ersten 30 Tagen zerstört. Die USA verlieren 33.000 Soldaten im Koreakrieg, aber die nordkoreanische Armee verliert 215.000 Soldaten.

Der Koreakrieg endet am 27. Juli 1953, nach 3 Jahren und 1 Monat. 2 Millionen Zivilisten sind ums Leben gekommen, und 5 Millionen Menschen sind obdachlos geworden. Die USA haben 1,5 Milliarden Dollar für den Krieg ausgegeben, und die Wirtschaft des Landes ist um 10 Prozent gewachsen. Der Koreakrieg hat die USA gelehrt, dass der Kalte Krieg nicht nur eine ideologische Auseinandersetzung ist, sondern auch ein militärischer Konflikt. 60 Jahre später ist der Koreakrieg fast vergessen, aber die USA sind immer noch in Korea stationiert, um die Demilitarisierte Zone zu überwachen.

Beginn des Koreakrieges — Washington, D.C., USA
Bild: Unknown authorUnknown author · Public domain

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Korean War

Politik & Staat

Brexit-Referendum

London, UK

Brexit-Referendum — London, UK
Bild: DFID - UK Department for International Development · CC BY 2.0

Die Uhr zeigt 4:40 Uhr morgens, als David Cameron, der britische Premierminister, vor dem Downing Street 10 steht und die Nachrichtenmitschrift in seiner Hand zittert. Er atmet tief durch und beginnt zu sprechen: 'Die Briten haben entschieden, dass sie die Europäische Union verlassen wollen.' Die Worte hallen durch die stille Nachtluft, während die Journalisten und Fotografen um ihn herum aufgeregt tuscheln und klicken.

Die Abstimmung hat begonnen, als die Sonne am 23. Juni 2016 über das Vereinigte Königreich aufging. 33,5 Millionen Menschen haben ihre Stimme abgegeben, um über die Zukunft ihres Landes zu entscheiden. Die Frage war einfach: Soll das Vereinigte Königreich in der Europäischen Union bleiben oder austreten? Die Antwort jedoch war alles andere als einfach.

In den Monaten vor der Abstimmung haben die Befürworter des Verbleibs in der EU und die Befürworter des Austritts heftig um die Gunst der Wähler gekämpft. Die einen warnten vor den wirtschaftlichen Folgen eines Austritts, während die anderen von der Notwendigkeit sprachen, die Souveränität des Landes zurückzugewinnen. Die Debatten waren hitzig, die Emotionen liefen hoch.

Brexit-Referendum — London, UK
Bild: Unknown photographer · OGL v1.0

Als die Ergebnisse bekannt gegeben wurden, zeigte sich, dass 51,9% der Wähler für den Austritt aus der EU gestimmt hatten. Die Nachricht schockierte viele, andere feierten den Sieg. Die britische Währung, das Pfund, begann zu fallen, während die Aktienmärkte um die Welt herum ins Schwanken gerieten.

David Cameron, der sich für den Verbleib in der EU eingesetzt hatte, trat noch am selben Tag zurück. 'Ich bin stolz auf das, was wir erreicht haben', sagte er, 'aber ich bin auch klar, dass die Briten eine andere Entscheidung getroffen haben.' Seine Worte waren die eines Mannes, der wusste, dass seine Zeit vorbei war.

Brexit-Referendum — London, UK
Bild: Philafrenzy · CC BY-SA 4.0

Die Folgen des Austritts aus der EU werden noch Jahre später diskutiert werden. Die Wirtschaft wird sich anpassen müssen, die Beziehungen zu anderen Ländern werden neu definiert werden. Doch in diesem Moment, um 4:40 Uhr morgens, standen die Briten an einem Scheideweg. Sie hatten eine Entscheidung getroffen, die ihr Land für immer verändern würde.

Die Sonne begann zu steigen, während die Menschen in London und in ganz Großbritannien versuchten, die Bedeutung des Geschehenen zu verstehen. Es war ein Tag, der in die Geschichte eingehen würde, ein Tag, der die Zukunft Großbritanniens für immer prägen würde. Und als die Uhr 5:00 Uhr morgens schlug, wusste niemand, was die Zukunft bringen würde, aber alle wussten, dass nichts mehr wie vorher sein würde.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/2016 United Kingdom European Union membership referendum

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