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Technik

NASA Offiziell Gegründet

Washington, D.C., United States

NASA Offiziell Gegründet — Washington, D.C., United States
Bild: NASA · Public domain

Als Wernher von Braun an jenem Dienstagmorgen das Weiße Haus betrat, trug er einen Anzug, der ihm nicht recht passte. Der Mann war 46 Jahre alt, deutsch, ehemals bei der Wehrmacht, und jetzt sollte er Amerikas Raumfahrtprogramm aus der Taufe heben — eine Aufgabe, die ihn nervöser machte als jede Raketenprobe, die er je geleitet hatte.

Es war der 29. Juli 1958. Präsident Eisenhower saß bereit, ein Gesetz zu unterzeichnen, das die alte NACA — die National Advisory Committee for Aeronautics, gegründet 1915 — in etwas völlig Neues verwandeln würde: die NASA. Niemand im Raum wusste, dass sie gerade dabei waren, etwas zu schaffen, das für eine Generation die Zukunft selbst bedeuten würde. Sie dachten, sie organisierten eine Behörde. Sie organisierten einen Mythos.

Die Sowjets hatten den Sputnik vor weniger als neun Monaten ins All geschossen. Ein Satellit, groß wie ein Basketball, kreiste alle 96 Minuten über Amerika und sendte Funksignale aus — ein Puls, der wie ein Herzschlag klang und wie ein Vorwurf wirkte. Die Amerikaner waren beschämt. Sie waren nicht die Ersten. Und in einem Land, das sich selbst als Krone der Moderne verstand, war das unerträglich.

NASA Offiziell Gegründet — Washington, D.C., United States
Bild: USAF · Public domain

Die Politiker hatten gehandelt mit jener Mischung aus Panik und Entschlossenheit, die manchmal echte Dinge hervorbringt. Eisenhower, selbst ein Mann der Ordnung, wollte ein klares Zentrum für die Raumfahrt — nicht eine Ansammlung konkurrierender Militärprogramme, die sich gegenseitig die Mittel streitig machten. Also ersetzte er die sanfte NACA durch etwas mit Zähnen.

Aber hier liegt die eigentliche Absurdität versteckt: Die NASA sollte eine zivile Behörde sein, nicht militärisch. Friedlich. Für die Wissenschaft. Das klang herrlich im Gesetzestext. In der Praxis bedeutete es, dass die Raketen, die Raumfahrer und die besten Ingenieure — fast alle kamen aus militärischen Programmen, getragen von militärischen Budgets und militärischen Zielen. Man hatte dem Kind eine zivile Geburtsurkunde gegeben und es in einem Militärkrankenhaus zur Welt gebracht.

NASA Offiziell Gegründet — Washington, D.C., United States
Bild: NASA · Public domain

Von Braun wusste das. Er wusste auch, dass er genau der richtige Mann für diesen Moment war: jemand, der Raketen bauen konnte, ja, aber auch jemand, der träumen konnte — öffentlich, überzeugend, in einem amerikanischen Akzent, der nur noch ein leises deutsches r verriet. Er würde die NASA nicht nur leiten helfen; er würde sie erzählen.

Eisenhower unterzeichnete das Gesetz an jenem Morgen in Washington. Die Unterschrift war nicht besonders eindrucksvoll. Aber in diesem Moment, in diesem Büro, beschlossen drei Männer — der Präsident, der Wissenschaftler, der Beamte — dass Amerika zum Mond gehen würde. Sie wussten es noch nicht. Aber sie hatten es gerade entschieden.

Die NACA, die 43 Jahre lang Flugzeuge verbessert hatte, war Geschichte. Was jetzt kam, war etwas, das es noch nie gegeben hatte: eine Institution, deren Aufgabe es war, die Unmöglichkeit möglich zu machen — und das vor aller Augen.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/NASA

Krieg & Konflikt

Schlacht der Spanischen Armada

English Channel, United Kingdom

Schlacht der Spanischen Armada — English Channel, United Kingdom
Bild: Robert Adams, Augustine Ryther · Public domain

Die spanische Flotte kam aus dem Südwesten, 130 Schiffe in einer Halbmondsformation, die wie eine schwimmende Stadt aussah. Es war der 29. Juli 1588, und die Engländer standen vor etwas, das sie noch nie gesehen hatten: ein Kriegsapparat, so groß und so methodisch, dass er aussah wie das Ende ihrer Unabhängigkeit.

Am Morgen liegt die Flotte unter Lord Howard vor Plymouth. Die Spanier wissen bereits, dass die Engländer dort sind. Der Plan ist nicht besonders geheim gewesen — Philipp II. hat ihn seit Monaten vorbereitet, mit Geld, mit Geduld, mit der absoluten Überzeugung, dass Gott auf seiner Seite steht. Die Armada soll die englische Flotte zerstören, dann die Invasionstruppen abholen, dann England erobern. Es ist nicht kompliziert. Es ist nur unmöglich.

Der Wind dreht. Das ist das erste, das zählt. Die Spanier kommen von Nordosten, und plötzlich haben die Engländer den Wind im Rücken — eine Gabe, die in der Segelschifffahrt Macht bedeutet. Howard lässt seine Schiffe hinausfahren, langsam zuerst, dann schneller. Die Engländer sind leichter, wendiger, ihre Kanoniere sind besser trainiert. Sie fahren heran, feuern, fahren weg. Immer wieder. Sie treffen, und die Spanier treffen nicht.

Schlacht der Spanischen Armada — English Channel, United Kingdom
Bild: anonymous · Public domain

Es ist nicht eine Schlacht. Es sind zwei verschiedene Arten, Krieg zu führen, die sich ineinander verhaken.

Die Spanier bauen ihre Schiffe für Nahkampf — Soldaten an Bord, Entern, Schwerter. Die Engländer bauen Schiffe, die wie Festungen sind, mit Kanonen, die aus der Ferne töten. Die Spanier verstehen das nicht wirklich, bis es zu spät ist. Ihre besten Schiffe verlieren ihre Masten. Ihre Proviantschiffe sinken. Von den 30.000 Mann, die losgefahren sind, werden 11.000 nicht nach Hause kommen — nicht im Kampf, sondern später, von Hunger, von Krankheit, von Stürmen, die die Flotte auseinandertreiben werden wie Spielzeug.

Schlacht der Spanischen Armada — English Channel, United Kingdom
Bild: Marcus Gheeraerts the Younger · Public domain

Aber am 29. Juli weiß niemand das. Was alle wissen: Die Spanier sind nicht unbesiegbar. Diese Erkenntnis ist größer als jedes einzelne Schiff.

Howard schreibt später an den Privy Council, dass er die Spanier zerstört habe. Das stimmt nicht ganz. Er hat sie gezwungen, weiterzufahren, in den Kanal hinein, weg von der Küste. Die wirkliche Vernichtung kommt später — durch Stürme, durch englische Blockaden, durch die schiere Logistik des Scheiterns.

Das Seltsame ist: Die Spanier hatten recht, dass sie stärker waren. Sie hatten mehr Schiffe, mehr Männer, mehr Geld. Aber Macht und Stärke sind nicht dasselbe. Der Wind wechselt. Die Taktik ändert sich. Ein Kapitän namens Francis Drake spielt Bowling, bevor der Kampf beginnt — eine Geschichte, die wahrscheinlich erfunden ist, aber so gut funktioniert, dass niemand sie je korrigieren wird. Die Engländer verstehen etwas, das die Spanier erst viel zu spät begreifen: dass die Zukunft nicht dem gehört, der die größte Armee hat, sondern dem, der am schnellsten lernt, sie anders einzusetzen.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Spanish Armada

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