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Krieg & Konflikt

US-Marines starten erste große Pazifik-Offensive bei Guadalcanal

Solomon Islands

US-Marines starten erste große Pazifik-Offensive bei Guadalcanal — Solomon Islands
Bild: United States Marine Corps · Public domain

Am 7. August 1942 landeten 19.000 amerikanische Marineinfanteristen auf einer Insel, von der die meisten Amerikaner noch nie gehört hatten, und beendeten damit zwei Jahre der Niederlage im Pazifik. Nicht mit einem Sieg — sondern mit der bloßen Weigerung, noch weiter zurückzuweichen.

Bis dahin war der Krieg gegen Japan eine Serie von Demütigungen gewesen. Pearl Harbor. Die Philippinen. Singapur. Bataan. Jede Schlacht endete mit amerikanischen Soldaten, die starben oder gefangen wurden, während die japanische Marine und Luftwaffe über das ganze Meer herrschten wie Götter, die keinen Widerstand kannten. Die Strategie war klar: Japan würde sich so schnell ausbreiten, dass Amerika nie aufholen könnte. Die Frage war nicht, ob Amerika kämpfen könnte, sondern ob es überhaupt kämpfen würde.

Guadalcanal war ein Stück Dschungel auf einer winzigen Insel in den Salomonen, strategisch wertvoll nur, weil die Japaner dort einen Flugplatz bauten. Die Amerikaner mussten ihn haben, oder die Japaner würden Australien isolieren. Das war das Dilemma: nicht ein Ort von historischer Bedeutung, sondern ein feuchter, von Malaria verseuchter Landstrich, den niemand außer Militärstrategen begehrt hätte. Und doch wurde er zum Wendepunkt.

US-Marines starten erste große Pazifik-Offensive bei Guadalcanal — Solomon Islands
Bild: Archives Branch, USMC History Division · CC BY 2.0

Die Landung selbst war improvisiert. Die Amerikaner hatten keine amphibischen Erfahrung. Sie hatten unzureichende Transportschiffe, schlechte Karten und weniger als zwei Wochen Zeit zur Vorbereitung. Admiral Richmond Kelly Turner, der die Operation befehligte, hatte einen Witz gemacht: Das sei wie ein Amateur-Football-Team, das gegen die Green Bay Packers spielte. Nur dass die Packers Torpedos hatten.

Aber die Marineinfanteristen kamen trotzdem. Sie sprangen aus den Booten in das flache Wasser, wateten durch den schwarzen Sand, und niemand schoss auf sie — nicht weil die Japaner nicht da waren, sondern weil diese nicht damit rechneten, dass jemand so unvorbereitet angreifen würde. Die erste Schlacht war fast ein Überraschung. Innerhalb von Stunden hielten die Amerikaner den Flugplatz. Innerhalb von Tagen wussten sie, dass sie etwas viel Größeres begonnen hatten.

US-Marines starten erste große Pazifik-Offensive bei Guadalcanal — Solomon Islands
Bild: Archives Branch, USMC History Division · CC BY 2.0

Die Schlacht um Guadalcanal sollte sechs Monate dauern. Es würde die längste Schlacht des Pazifikkriegs werden, eine Hölle aus Dschungel, Hunger und nächtlichen Seeschlachten, in denen Schiffe in der Dunkelheit aufeinander feuerten wie Blinde in einem Keller. Die Japaner würden neunmal versuchen, die Insel zurückzuerobern. Neunmal würden sie scheitern. Von den 60.000 japanischen Soldaten, die sich dort verfestigt hatten, würden nur 10.000 überleben.

Aber der 7. August 1942 war anders. An diesem Tag blieb Amerika nicht mehr stehen. Es griff an. Die Niederlage war nicht vorbei — sie würde noch lange andauern — aber die Hoffnung war plötzlich wieder real. Die Welt hatte sich nicht geändert. Aber die Amerikaner hatten sich geändert. Sie hatten beschlossen, dass Niederlagen endlich enden würden.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/Solomon Islands campaign

Krieg & Konflikt

Simultane al-Qaeda-Bombenanschläge auf US-Botschaften töten über 200 Menschen

Kenya and Tanzania

Simultane al-Qaeda-Bombenanschläge auf US-Botschaften töten über 200 Menschen — Kenya and Tanzania
Bild: IDF Spokesperson's Unit photographer · CC BY-SA 3.0

Am Freitag, den 7. August 1998, um 10:39 Uhr Ortszeit, explodierten zwei Lastwagen gleichzeitig vor amerikanischen Botschaften — einer in Nairobi, einer in Dar es Salaam, 1.400 Kilometer entfernt. Die Koordination war so präzise, dass die Bomben im selben Atemzug detonieren sollten. Sie schafften es fast.

Die Bombe in Nairobi traf zuerst. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen durchbrach die Sicherheitsschranke der Botschaft, raste in den Hof und explodierte mit einer Kraft, die das fünfstöckige Gebäude wie ein Kartenhaus zusammenfallen ließ. Der Druck war so immens, dass ein benachbartes Bürogebäude kollabierte. Menschen, die gerade ihre Mittagspause machten, wurden unter Beton und Stahl begraben. In Dar es Salaam folgte die zweite Explosion 35 Sekunden später — nicht das synchrone Timing, das die Angreifer beabsichtigt hatten, aber nah genug. Zusammen töteten diese zwei Momente über 220 Menschen. Die meisten waren Kenianer und Tansanier, die zufällig in der falschen Nähe waren: Taxifahrer, Büroarbeiter, Passanten.

Was folgte, war nicht nur eine Tragödie, sondern eine Veränderung der amerikanischen Sicherheitspolitik, die kaum jemand bemerkte, während es geschah. Al-Qaida beanspruchte die Anschläge. Der Name war damals vielen unbekannt. Osama bin Laden war kein Haushaltsname. Das änderte sich in den nächsten drei Jahren nicht — bis zum 11. September 2001. Dann plötzlich war das Unbekannte bekannt, und die Anschläge in Afrika wurden rückwirkts zur Vorahnung, zum Beweis, dass niemand zugehört hatte.

Simultane al-Qaeda-Bombenanschläge auf US-Botschaften töten über 200 Menschen — Kenya and Tanzania
Bild: 天然ガス · CC BY-SA 3.0

Aber das Interessante liegt in den Details dazwischen. Die CIA hatte vor den Bomben Hinweise. Sie hatten Warnungen. Sie hatten sogar Namen. Was sie nicht hatten, war ein Rahmen, um diese Informationen einzuordnen. Ein Anschlag auf zwei Botschaften gleichzeitig — das war nicht das Muster, das Geheimdienste damals suchten. Die Vorstellung, dass jemand so weit denken könnte, schien zu groß. Drei Jahre später, nach 9/11, würde die NSA, das FBI und ein halbes Dutzend anderer Behörden ein Überwachungsnetzwerk aufbauen, das jeden verdächtigen Anruf protokolliert, jede verdächtige E-Mail speichert. Das Netzwerk existiert immer noch.

Die unmittelbare Folge war fast mundaner: Die USA bombardierten 1998 Ziele im Sudan und in Afghanistan als Vergeltung. Dann warteten sie. Die Botschaften wurden wieder aufgebaut, mit höheren Mauern, dickeren Fenstern, mehr Abstand zur Straße. Ein Ort, der offen war, wurde eine Festung. Das Muster wiederholte sich überall. Amerikanische Botschaften wurden zu Bunkern. Die Idee, dass ein Diplomat spazieren könnte, verschwand.

Simultane al-Qaeda-Bombenanschläge auf US-Botschaften töten über 200 Menschen — Kenya and Tanzania
Bild: US gov · Public domain

Niemand erinnert sich an die Namen der 220 Menschen. Die Botschaften sind längst wieder eröffnet. Aber die Art, wie Amerika sich selbst schützt, wie es seine Bürger überwacht, wie es Risiko bewertet — das alles hat seinen Ursprung in zwei Explosionen, die der Welt zeigten, dass jemand großflächig denken konnte. Die Angreifer erreichten ihr Ziel. Sie töteten Menschen. Aber was sie wirklich erreichten, war etwas Subtileres: Sie lehrten eine Supermacht, Angst zu haben.

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/1998 United States embassy bombings

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